Jenny – Sylvis Co-Trainerin

Ich unterstütze Sylvi als „Co-Trainerin“ beim Laufcamp auf Mallorca. Mein Name ist Jenny Pons, ich bin 50 und eine von den Leuten, die Sylvi zum Laufen gebracht hat.

Ich habe mein Leben lang Sport getrieben und als Diplom-Sportwissenschaftlerin dann schließlich auch mein Hobby zum Beruf gemacht. Ich arbeitete zunächst als Sporttherapeutin. Mit 30 kam der erste Bruch in dieser Linie. Ich wechselte meinen Wohnort und beruflich in den Sportjournalismus. Da fing ich an, mehr über Sport zu berichten, als ihn selbst auszuüben. Mit 36 kam der zweite Bruch als ich meine Tochter zur Welt brachte.

 

Jedenfalls – ehe ich mich versah, hatte ich zehn Jahre Schindluder mit meinem Körper getrieben. Zu gepflegtem Bewegungsmangel gesellte sich unflätiges Essen. Aus der athletischen Jenny von früher mit 75 Kilo und muskelbepacktem Körper war die „Big Mama“-Jenny mit über 90 Kilo Schwabbelgewicht geworden. Echt hart. Aber vor allem schlimm war das ewige Krank-Sein. Mein Immunsystem arbeitete auf Standby-Modus.

 

Da animierte mich Sylvi in einem gemeinsamen Urlaub zum Laufen. Leider machte ich zunächst alles falsch. Mit all dem Übergewicht setzte ich mich auf 10 Jahre alten Laufschuhen in Bewegung, und das ganz plötzlich jeden Tag und über fünf Kilometer. In meinem untrainierten Zustand war das echt ungünstig bis super dämlich und ich musste nach wenigen Tagen zunächst vier Wochen Pause machen, damit meine Knie wieder regenerieren konnten.

 

Aber dann ging’s richtig los. Ich besorgte mir mit Beratung neue Laufschuhe, steckte mir kleine Ziele, baute meine Strecke ganz allmählich aus. Und vor allem gab ich meinem Körper die Chance, sich an die neuen Bewegungen und Belastungen auch zu gewöhnen. Ich bekam dadurch wieder ein besseres Körpergefühl, wurde fitter, fühlte mich besser und stärker. Schließlich schaffte ich auch mein Vorhaben, einen 10-km-Lauf zu absolvieren (ganz nach dem Motto: 'Überleben ist alles'). Das war toll, aber gleichzeitig gab’s auch eine kleine Enttäuschung: abgenommen habe ich dabei nur circa fünf Kilo. Da hatte ich mit deutlich mehr gerechnet.

 

Der Abnehm-Effekt stellte sich erst ein, als ich auch meine Ernährung umstellte. Ich fing an, jeden Morgen grüne Smoothies zu trinken und achtete auch ansonsten auf viel Gemüse und Obst bei meinen Mahlzeiten. Fleisch gab's nur 1-2 Mal die Woche. Das hat nicht nur mein Immunsystem gestählt, mit all den Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Auch mein Heißhunger auf Süßes ist so gut wie eliminiert. Den letzten verbliebenen Rest dieser Schwäche füttere ich jetzt eher mit Trockenobst und Nüssen und nur noch mit dunkler Schokolade.

 

Mittlerweile um fast 20 Kilo erleichtert, fällt mir nicht nur das Laufen viel leichter. Auch meine Arbeit und der Alltag – alles geht leichter von der Hand. Und an alle, die vielleicht denken: „Ich und Laufen? Unvorstellbar!“ Jeder gesunde Mensch profitiert von regelmäßigem Lauftraining. Ihr müsst euch nur dabei eure eigenen Ziele stecken, euer eigenes Tempo laufen.

Das Schwerste ist immer der Anfang oder der Wiedereinstieg.

ABER: Wenn ICH das geschafft habe, dann kriegt ihr das auch hin!

Jenny mit Kampfgewicht. Ich bin schon gelaufen, trank aber noch keine Smoothies!!
Mein sechster Lauf: Asics Grand 10 in Berlin - wieder Bestzeit :)

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